Schockfroster – Information, Anwendung, Produktvergleich

Ein herzliches Willkommen in der Welt der Schnellkühler! Auf dieser Seite finden Sie alles Wissenswerte über die kalten Gerätschaften.

Bartscher Schockfroster 2 X 2/3GN Bartscher Schockfroster 5 X 1/1GN
Bild bartscher schockfroster bartscher schockfroster groß
Für wen empfehlenswert Privatanwender & kleine Gastro Gastronomie
Eigenschaften Fassungsvermögen: 3 x 2/3 GN
Klimaklasse 4 (ST)
Schnellkühlzyklus +70 °C bis +3 °C
Schockfrostleistung: +70 °C bis -18 °
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Fassungsvermögen: 5 x 1/1 GN oder 5 x 600 x 400 mm
Klimaklasse 4 (ST)
Schnellkühlzyklus +70 °C bis +3 °C
Schockfrostleistung +70 °C bis -18 °
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Preis aktuellen Preis anzeigen (Amazon) aktuellen Preis anzeigen (Amazon)

Wussten Sie, dass ein Amerikaner zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit insgesamt nur sieben Dollar die erste Tiefgefrier-Anlage baute? Vieles änderte sich seit jener Zeit – geblieben ist der umfassende Nutzen, den Schockfroster heute bieten. Neben der spannenden Geschichte des Schockfrosten erfahren Sie, welche Lebensmittel für diese Form der Haltbarmachung geeignet sind, aus welchem Grund dieses Technik schonend ist und welche Aspekte beim Kauf eines Schockfrosters wichtig sind. Die Branche der Lebensmittel wäre ohne Schockfroster in der Bredouille. Denn durch deren Einsatz lassen sich etliche Gerichte zeitunabhängig vorproduzieren, so können Belastungsspitzen effektiv abgefangen werden. Sie erfahren hier, warum Lebensmittel durch Schockfrosten keinerlei Vitamineinbußen hinnehmen müssen und warum die Kältegeräte zu den innovativsten Erfindungen überhaupt zählen. Gerade Branchen wie Restaurants, Hotels, Cateringunternehmen, Bäckereien, Konditoreien, Metzgereien, Großküchen und Krankenhäuser können ohne den Einsatz von Schockfrostern längst nicht mehr so wirtschaftlich agieren. Doch auch im privaten Einsatz schaffen die Kühlmaschinen gelegentlich erhebliche Ressourcen.

Was ist ein Schockfroster?

Ein Schockfroster ist eine hocheffiziente und professionelle Kühlmaschine, deren Leistungsspektrum in einem äußerst schnellen Tiefgefrierprozess besteht. Innerhalb eines kurzen Zeitfensters können Lebensmittel oder fertig zubereitet Speisen bis in ihren Kern auf die gewünschte Gefriertemperatur gebracht werden. Im Schnitt beträgt die Lagertemperatur von Lebensmitteln zwischen -18 Grad und -20 Grad Celsius. Um diesen Wert schnell zu erreichen, wird die Umgebungstemperatur im Schockfroster auf rund -40 Grad drastisch abgesenkt. Ist das einzulagernde Gut bis in den Kern auf die gewünschten -18 Grad gefroren, schaltet der Schockfroster in den Lagermodus. Im Prinzip bedeutet Schockfrosten, dass Lebensmittel industriell und professionell eingefroren werden. Diese Professionalität spiegelt sich beim späteren Auftauen wieder. Speisen, die im Schockfroster gelagert werden, weisen nach dem Auftauprozess weder optisch noch geschmacklich einen Unterschied zu einer soeben frisch zubereiteten Speise auf.

Die Geschichte des Schockfrosters

Der erste Schockfroster wurde in den 1920er Jahren von dem amerikanischen Fischereibiologe  Clarence Birdseye (1886 – 1956) vorgestellt. Es handelte sich um einen Plattenfroster, bei dem das verpackte Lebensmittel zwischen zwei mit Kältemittel gefüllte Metallplatten gelegt wird. Die Idee, Lebensmittel per Einfrieren haltbarer zu machen, kam ihm bei einer Forschungsreise in die Arktis. eiskristall im schnellkühlerAls er einen Inuit zum Eisfischen begleitete, sah er, dass die gefangenen Fische bei minus 40 Grad sofort gefrieren. Erstaunlicherweise schmeckte der aufgetaute Fisch wie ein frischer Fang und was ihn noch mehr beeindruckte: Der Fisch sah auch aus wie frisch gefangen. Die Möglichkeit, Lebensmittel durch Tiefkühlung haltbarer zu machen, gab es damals wohl schon, doch nicht mit dem Ergebnis, dass beim Auftauen wenig bis kein Gefriersaft ausläuft.

Auch war zu dieser Zeit bereits bekannt, dass Kälte Bakterien abtötet und Lebensmittel durch Kühlung nicht so schnell verderben – doch die Entdeckung des Forschers war bahnbrechend. Der Grund lag damals – wie heute – in der Geschwindigkeit des Einfrierens. Es gelang den Menschen damals nicht, ihre Produkte so einzufrieren, dass sich keine großen Eiskristalle bilden, die die Zellmembranen des Gefriergutes zerstören. Und das, obwohl Carl von Linde mit seiner Kältemaschine versuchte, den Markt zu erobern. Auch Clarence Birdseye wusste seine in der Arktis gemachten Erfahrungen nicht sofort umzusetzen. Er versuchte sich an unzähligen Produkten, doch der Erfolg blieb erst mal aus. Immer wieder bildeten sich große Eiskristalle – bis es ihm endlich gelang, seine Waren so einzufrieren, dass sich kaum noch Eiskristalle bildeten - mittels der beiden Metallplatten.

Der 6. März 1930 schließlich war ein besonderer Tag, der die gesamte Lebensmittelindustrie und das Verbraucherverhalten verändern sollte: Das erste tiefgekühlte Gemüse lag in diversen amerikanischen Supermärkten. Die Bezeichnung: „Birds Eye Frosted Foods“. Somit darf Clarence Birdseye als Erfinder der Tiefkühlkost bezeichnet werden. Als er den sagenhaften Durchbruch des Schockfrostens erreichte, verkaufte er sowohl Patent als auch Markenrechte für satte 22 Millionen Dollar.

Und heute?

Die heutigen Schockfroster sind wahlweise entweder reine Gefriergeräte oder solche, die sowohl zur Schnellkühlung als auch zum Gefriervorgang geeignet sind. Unterschieden werden Schockfroster – neben der Kühlmethode – noch mit der Art der Befüllung. So gibt es Schockfroster, die mit Tablets bestückt werden und solche, in die ein Wagen gerollt wird. Die Schnellabkühlung erfolgt innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit. Nach dieser Zeit ist das Lebensmittel bis in den Kern auf +3 Grad herunter gekühlt und kann danach schockgefroren werden.

Das Füllvermögen der Schockfroster mit einer Tabletbestückung reicht von 3 bis 100 Kilo und bei der Wagenvariante reicht die Modellvielfalt von 30 bis 240 Kilo.

Warum schockfrostet man überhaupt?

Der größte Feind von erntefrischen Lebensmitteln ist die Zeit. Je mehr Zeit vergeht, umso mehr Bakterien setzen dem Lebensmittel zu. Werden die Produkte hingegen direkt nach der Ernte, nach dem Fang oder nach der Zubereitung schnell eingefroren, haben Bakterien keine Chance, sich elementar an dem Lebensmittel festzusetzen. Durch schnelles Schockfrosten wird effektiv verhindert, dass sich zwischen den Zellen des Gefriergutes Eiskristalle bilden.

Ein Blick in den haushaltsüblichen Gefrierschrank zeigt den Unterschied deutlich: Wird etwa ein Stück Fleisch im Gefrierschrank eingefroren, durchzieht die Kälte langsam das Produkt. Es bilden sich relativ große Eiskristalle, die letztendlich die Zellstruktur des Fleisches zerstören. Als Folge leidet die Qualität des Fleisches. Erkennbar ist dieser Qualitätsverlust durch das „Saften“ beim Auftauen. Mit dieser Auftauflüssigkeit verschwinden Vitamine und Nährstoffe. Es wird von Lebensmittelexperten dazu geraten, das eingefrorene Fleisch sogar abzuwaschen, um letzte Bakterien abzuspülen. Schuld daran ist die Zeit. In einer normalen Gefriereinheit herrschen rund -18 Grad. Dementsprechend lange dauert es, bis das Produkt bis in den Kern hinein gefroren ist.

Beim Schockfrosten entstehen durch die Gefriergeschwindigkeit keine großen Eiskristalle. Die Zellwände des Produktes bleiben intakt und das Lebensmittel selbst taut ohne das bekannte „Saften“ auf. Dies und der Erhalt von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist natürlich ein immenser Vorzug in der gewerblichen Lebensmittelproduktion – oder Verarbeitung. Durch Schockfrosten können komplette Mahlzeiten innerhalb weniger Minuten tiefgefroren werden und haben weder geschmacklich noch optisch irgendetwas von ihrer Bekömmlichkeit verloren.

Ein weiterer großer Vorteil ist die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. In einem gut strukturierten Betrieb fällt kaum noch eine Speise der Zeit zum Opfer, da punktgenau gewirtschaftet werden kann. Betriebsspitzen können effektiv abgefangen werden, die Gäste können schnell bedient werden, Produkte gehen nicht mehr zur Neige.

Wie funktioniert ein Schockfroster?

Die Funktionalität ergibt sich aus dem schnellen Zustrom kalter Luft beziehungsweise Gas. Die Ware wird kontinuierlich mit dem Strom kalter Luft umströmt. Dabei dehnt sich das in den Lebensmitteln enthaltene Wasser aus und verfestigt sich zu Eiskristallen. Je nach Lebensmittel kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Optimales Schockfrosten bedeutet, dass das Lebensmittel innerhalb kurzer Zeit eine Kerntemperatur von -18 Grad erreicht. Dabei handelt es sich um die Kerntemperatur, nicht um die Lufttemperatur, denn diese liegt mit bis zu -40 Grad deutlich darunter. Schockfroster senken die Temperatur der Ware innerhalb eines festen Zeitrahmens. So dauert das Herunterkühlen einer 90 Grad heißen Speise auf + 3 Grad bis zu 90 Minuten. Um die Ware anschließend einzufrieren, reicht eine Zeitspanne von zwischen 240 – 270 Minuten aus. Innerhalb dieser kurzen Zeit ist die Ware komplett bis in ihr Innerstes auf -18 Grad abgekühlt.

Verfahren im Überblick

Auch wenn die meisten Schockfroster, die im gastronomischen Bereich genutzt werden, mit Kaltluft agieren, gibt es noch weitere Verfahren, die allesamt je nach Einsatzzweck und Betriebsgröße genutzt werden.

Das Kontaktgefrierverfahren

Bei dieser Technik wird das verpackte Lebensmittel zwischen Metallplatten platziert, die mit einem Kältemittel gefüllt sind. Dadurch kühlen die Metallplatten auf etwa -40 Grad ab. Diese Methode des Schockfrosten wird auch als „Plattenfroster“ bezeichnet. Per Hydraulik werden die höhenverstellbaren Platten so arrangiert, dass sie in direktem Kontakt mit dem verpackten Lebensmittel haben. Aufgrund dem direkten Kontakt zwischen Metallplatte und verpacktem Lebensmittel eignet sich dieses Verfahren hauptsächlich für Produkte, die eine rechteckige Form haben, etwa Blockspinat oder Fischfilet. Das Kontaktgefrierverfahren wird in der Regel in großen begehbaren Anlagen  der Hersteller eingesetzt. In kleineren Betrieben wie einem Restaurant, Bäckerei, Konditorei, Metzgerei oder in der Großküche wird das Plattenfrosten eher nicht praktiziert.

Das Kaltluftgefrierverfahren

Bei dieser Methode wird Luft abgekühlt und mit hohem Tempo um das Lebensmittel geführt. Geeignet ist dieses Verfahren für Lebensmittel jeglicher Konsistenz und Form. Unterschieden werden drei Systeme:

  • Das Lebensmittel liegt auf einem Band und die kalte Luft wird per Tunnel zugeführt.
  • Die kalte Luft wird innerhalb einer Anlage über verschiedene Etagen mit den Produkten geführt, sowohl horizontal als auch vertikal (Spiralbandtunnel).
  • Schüttfähige Lebensmittel wie Nudeln werden auf einer siebartigen Bodenwanne platziert. Die eiskalte Luft wird von unten durch die Löcher geblasen und wirbelt das Schüttgut auf. (Flow-Freezing-Verfahren).

Die meisten Schockfroster für lokale Unternehmen nutzen diese Art der Kühlung. Der Vorteil liegt in der flexiblem Größe der Kühlgeräte. So können Speisen von 3 bis über 200 Kilo effektiv und professionell tiefgekühlt werden.

Das kyrogene Gefrierverfahren

Mit diesem Verfahren werden Lebensmittel sehr schnell mit kyrogenen Flüssigkeiten (Stickstoff und Kohlenstoffdioxid) zur gewünschten Tiefkühltemperatur gebracht. Im Normalfall liegen bei diesem industriellen Verfahren die unverpackten Lebensmittel auf einem Band. Während des Transports werden sie mit Kohlenstoffdioxyd (-78 Grad) oder mit Stickstoff (-196 Grad) besprüht. Dieses Verfahren kommt hauptsächlich bei Fleisch, Fisch, Backwaren und Obst zum Einsatz. Auch diese Methode wird nahezu ausschließlich in der Großindustrie angewandt.

Hochdruckgefrieren

Das Hochdruckgefrieren ist noch relativ neu und wird eher selten in der professionellen Tiefkühlindustrie angewandt. Bei dieser Methode bleibt das Wasser im Gefriergut flüssig – es bilden sich erst dann Eiskristalle, wenn der Druck schlagartig gesenkt wird. Dadurch bleiben die Kristalle deutlich kleiner als beim herkömmlichen Einfrieren. Das Auftauen erfolgt ebenfalls unter Hochdruck und so bleiben etwa Früchte ansehnlich und saftig, während sie beim „normalen“ Gefriervorgang eher an Konsistent und optischem Glanz verlieren.

Was sollte man bei der Handhabung beachten?

Je nach verarbeitetem Lebensmittel muss der Schockfroster bezüglich der branchentypischen Regelwerke gereinigt und gewartet werden. Die Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel (TLMV) weist daraufhin, dass der Gefrierprozess im Bereich der Kristallisation schnellstmöglich durchschritten werden muss, bis die Lagertemperatur von -18 Grad erreicht ist. Ferner dürfen bei den unterschiedlichen Gefrierverfahren keine weiteren Stoffe als Luft, Stickstoff und Kohlendioxyd mit dem Lebensmittel in Berührung kommen. Die Produkte müssen unverzüglich nach der Ernte, dem Fang oder der Zubereitung schockgefroren werden. Die Lebensmittelhersteller werden streng kontrolliert – doch auch die Verbraucher würden am Zustand der aufgetauten Ware sehen, ob diese fachgerecht behandelt wurde.

Wie überall in der Lebensmittelbranche kommt der Hygiene eine besondere Bedeutung zu. Schnellkühler und Schockfroster müssen leicht zu reinigen sein und das Abtauwasser wird entweder manuell abgeleitet oder das Gerät besitzt einen integrierten Verdampfer. Letzteres ist bei Kombinationen zwischen Schnellkühler und Schockfroster fast schon Standard. Bei diesen multifunktionalen Geräten werden Speisen heiß in das Kühlgerät gebracht, um innerhalb kurzer Zeit abzukühlen. Erst nach dieser Abkühlung (auf drei Grad) setzt der eigentlich Tiefkühlprozess ein. Das bei der Abkühlung entstehende Wasseraufkommen wird bei einem Schockfroster von guter Qualität gleich verarbeitet und setzt sich somit nicht im Gerät selbst ab. In der Handhabung bedeutet dies jedoch eine Überwachung, damit alle Prozesse reibungslos verlaufen. Schockfroster sind mit Displays ausgerüstet und werden entweder vorprogrammiert oder sie lassen sich punktgenau einstellen.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Schockfrosten?

Generell eignen sich fast alle wasserhaltigen Lebensmittel zum Konservieren durch Schockfrosten. Nicht geeignet sind Blattsalate, frische Milch, Joghurt, Buttermilch, gekochte Eier, Wein und verschiedene Käsesorten. Durch das Verfahren des Schockfrosten können mehr Lebensmittel der Tiefkühlung zugeführt werden als beim herkömmlichen Einfrieren. Das liegt wiederum an der bereits genannten Reduzierung der Eiskristalle. Es ist vergleichbar mit der Vorstellung von Trockeneis. Auch mit dieser Form der Tiefkühlung lassen sich Produkte kühlen, die im heimischen Gefrierschrank keine Zukunft hätten.

Welche Vorteile bringt ein Schockfroster?

Der hauptsächliche Vorteil liegt in der schnellen Tiefkühlung der Lebensmittel, die bis in den Kern reicht. Zum Vergleich: Während ein Stück Fleisch im privaten Gefrierschrank nach etwa drei Stunden gefroren erscheint, ist es im Inneren (Kern) immer noch nicht völlig durchgekühlt. Die Temperatur in einem normalen Gefrierschrank beträgt ungefähr -18 Grad. Das ist also genau jene Temperatur, bei der Lebensmittel eine gewisse Zeit haltbar bleiben. In einem Schockfroster beträgt die durchschnittliche Lufttemperatur -40 Grad und sie wird zudem noch durch Luftströme umgewälzt. Das erklärt, warum Schockfroster eine so geniale Erfindung für die gesamte Lebensmittelbranche und dem Gastgewerbe sind.

Was passiert genau? Der Wasseranteil der Produkte wandelt sich durch den eisigen Luftstrom zu Eiskristallen um. Je höher der Wasseranteil, umso schneller muss das Produkt tiefgefroren werden, um Schäden an den Zellmembranen zu vermeiden. Genau hier liegt der erhebliche Vorteil eines Schockfrosters gegenüber eines normalen Tiefkühlschranks: Der Schockfroster kann innerhalb kürzester Zeit Produkte bis zum Kern in einen gefrorenen Zustand versetzten – ohne eine ausgeprägte Eiskristallbildung. Im normalen Gefrierschrank bilden sich große Eiskristalle aus, da das Wasser nicht schnell genug verdampfen kann.

Die kleinen Eiskristalle, die sich in einem Schockfroster hin und wieder bilden, sind so klein, dass sie die empfindliche Zellstruktur des Lebensmittels nicht schädigen können. Dadurch bleiben sämtliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in dem Lebensmittel erhalten. Beim späteren Auftauen zeigt sich das durch kaum vorhandenes Saften des Lebensmittel. Ein Hochleistungsgerät im Bereich der Schockfroster schafft es sogar, dass Beerenobst kaum unansehnlicher wird und den Vergleich zu frischen Beeren nicht scheuen muss. Daraus resultiert natürlich ein immenser Vorteil für Konditoreien, denn gerade in den Sommermonaten erwarten die Kunden täglich frische Obsttorten. Mit Früchten aus dem Schockfroster kann die Konditorei vernünftig kalkulieren, ohne dabei zu viel Lebensmittelabfall zu produzieren. Das senkt die Kosten und erleichtert die gesamte Sortimentsaufstellung.

Lebensmittel, Essen und Eis können so wirtschaftlich vorbereitet werden, dass sich in jeder Branche die Abfallkosten spürbar reduzieren. Weitere Vorteile ergeben sich aus der praktischen Nutzung. Die Hygienevorschriften lassen sich korrekt umsetzen und die Kühlleistung kann stetig kontrolliert werden.

Während warme Speisen aufgrund der Wasserdampfbildung in einem normalen Kühl- oder Gefrierschrank nicht abgekühlt werden können, sind Schnellkühler so konzipiert, dass die Ware entweder nach der Kühlung entnommen wird und das Abtauwasser manuell abgeleitet wird oder es handelt sich um Kombigeräte, bei denen eine automatische Abtauung vorgenommen wird. In solch einem Fall wird das Gerät einfach so programmiert, dass es automatisch umschaltet, wenn es das Signal vom Temperaturfühler bekommt oder wenn die eingestellte Zeit erreicht ist.

Warum ist ein Schockfroster schonend?

Generell ist die Haltbarmachung durch Tiefkühlen überhaupt eine der schonendsten Methoden. Dem Lebensmittel müssen keine zusätzlichen Stoffe beigemischt werden, es bleiben nach dem Auftauen keine schädlichen Rückstände zurück. Die besondere Schonung beim Schockfrosten resultiert aus der Geschwindigkeit, mit der ein Produkt in die Tiefkühlung versetzt wird. Sämtliche Vitamine und Mineralstoffe bleiben dem Lebensmittel erhalten. Zum Vergleich mit dem Gefriergerät: Wird das eingefrorene Gut aufgetaut, verliert es während des Tauprozesses viel Flüssigkeit. In dieser Flüssigkeit sind sowohl einige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als auch Bakterien enthalten. Deswegen darf diese Tauwasser nie mitgekocht werden, sondern muss entsorgt werden. Beim Schockfrosten gibt es diese Ansammlung von Flüssigkeit beim Auftauen nicht. Das tiefgefrorene Gut taut auf – und ist immer noch appetitlich anzusehen und enthält alle seine Vitamine und Nährstoffe.

Welche Nachteil birgt ein solches Gerät? Gibt es Alternativen?

Das Schockfrosten an sich birgt keine Nachteile. Die Geräte sind ausgeklügelt, innovativ und arbeiten äußerst zielführend. Lediglich beim eigentlichen Lagern oder dem Transport eines schockgefrorenen Lebensmittels können sich durch eine unsachgemäße Handhabung Nachteile ergeben. Beispielsweise, wenn die Kühlkette unterbrochen wurde oder wenn die Lagerungszeit überzogen wird. Eine echte Alternative zu einem Schockfroster gibt es nicht. Zwar beinhalten viele haushaltsüblichen Gefrierschränke oder Truhen eine Schockfrost-Funktion, doch diese reicht beileibe nicht an die Kälte eines professionellen Gerätes heran. Denn auch bei dieser Zuschaltung erhöht sich lediglich die Zeit, in der das gerät auf voller Stufe läuft – nicht jedoch die eigentliche Kühlleistung.

Für welche Branchen eignet sich ein Schockfroster und wo wird er eingesetzt?

Der Schockfroster hat ein festes Standbein in der Lebensmittelindustrie und innerhalb der Gastronomie. Bäckereien, Metzgereien und vor allem gastronomische Betriebe arbeiten mit Schockfrostern. Konditoreien, Catering, Kantinen, Lebensmittelhersteller, Krankenhäuser, Großküchen sowie alle Profis, denen die Qualität am Herzen liegt, kühlen ihre Speisen mit Schockfrostern und Schnellkühlern – oder mit beidem in der Kombination. Generell kommt ein Schockfroster überall dort zum Einsatz, wo Lebensmittel gekühlt werden sollten.

  • Lohnt sich im privaten Haushalt ein Schockfroster?

In privaten Haushalten kann sich ein Schockfroster durchaus lohnen. Es kommt auf die Verwendung an. Eventuell verspricht ein großer Obst- und Gemüsegarten eine reiche Ernte.  Oder es gilt, eine Großfamilie zu versorgen. Gerade in Dörfern kann das Fleisch direkt beim örtlichen Bauern direkt gekauft werden, allerdings werden gerne ganze Hälften des Schlachtvieh angeboten. Wohin mit einer Schweinehälfte? Mit einem Schockfroster bieten sich ideale Möglichkeiten, das Fleisch fachgerecht zu lagern, bis es zum Verzehr gebraucht wird.  Mittlerweile gibt es kleine, kompakte Geräte, die sich vom Design problemlos in die bestehende Küche integrieren lassen. Bei kleineren Geräten für den privaten Gebrauch bleiben die Energiekosten im Rahmen, da bedingt durch die Bauart nicht so viel Strom verbraucht wird wie bei einem industriellen Gerät. Allerdings sollte sich die Anschaffung schon lohnen, für die Tiefkühlpizza aus dem Supermarkt und gelegentliches Einfrieren vom Gartenobst ist solch ein professionelles Gerät sicher unrentabel.

Gewerbliche Betriebe

  • Gastronomie allgemein

In der Gastronomie kommt es auf die Größe und den Betrieb an sich an. Ein Restaurant kann mit einem Schockfroster durchaus Spitzenzeiten abfedern, das ist sowohl wirtschaftlich als auch personell eine große Entlastung. In Hotels sind Schockfroster fast nicht mehr wegzudenken, zumindest dann nicht, wenn das Hotel eine gewisse Größe beinhaltet. Restaurants können gewisse Speisen wie etwa Beilagen oder Süßspeisen in großer Menge vorbereiten, im Schockfroster lagern, um bei Bedarf den Gast schnell zu bedienen.

  • Events

Auf Events sind Schockfroster unverzichtbare Bestandteile der mobilen Küche. Großveranstaltungen, die ein Lebensmittelangebot beinhalten, können mit einem Schockfroster das Essen innerhalb kurzer Zeit an eine große Anzahl von Gästen ausgeben. Events werden oft von einem Cateringunternehmen mit Speisen und Getränken versorgt. Da sich die Anzahl der Besucher nicht immer überblicken lässt, ist ein Schockfroster als Lagerplatz eine wichtige Komponente. Geht am Imbissstand der Nachschub an der beliebten „Roten Wurst“ zur Neige, reicht ein Griff in den Profi-Kühler und die Besucher können bedient werden.

  • Bäckerei, Metzgerei

Bäckereien und Metzgereien profitieren ebenfalls von der Möglichkeit der professionellen Tiefkühlung. Der Bäcker bereitet seine Teige fachgerecht vor, formt diese zu einem Brötchen und friert diesen Rohling nach dem Gären ein. Deswegen nutzen Bäckerbetriebe gerne Schockfroster, die als Kombination einen Gärunterbrecher haben. Teiglinge können so fachgerecht und vollkommen ohne Qualitätsverlust tiefgefroren und gelagert werden.  Bei Bedarf werden knusprige Backwaren direkt ohne großen Aufwand zum Verkauf angeboten. Das hilft einerseits, die Planung zu vereinfachen und sorgt andererseits gerade in dem sensiblen Bereich der Lebensmittel dafür, dass kaum noch Abfallprodukte durch eine Überproduktion entstehen.

Metzgereien nutzen die Kältetechnik, um produzierte Fleischwaren zu einer schnellen Kühlung zu bringen. Normalerweise kommen Metzgereiprodukte als Tiefkühlware in den Handel und die besten Voraussetzungen, um eine hohe Qualität zu sichern, liefern Schockfroster. Industriell gefrorenes Fleisch wird zudem von vielen Metzgereien selbst eingekauft, wenn diese keine eigene Schlachtung mehr haben. Sorgsam aufgetaut, werden diese Fleisch- und Wurstwaren dann innerhalb der Metzgerei weiterverarbeitet.

  • Sonstige

Während in ein normales Gefrierfach nur abgekühlte Produkte zum Einfrieren gegeben werden dürfen, sind Schockfroster, die eine Schnellkühlfunktion beinhalten, dafür ausgelegt, heiße Speisen tiefkühlen zu können. Somit profitieren Großküchen, Kantinen oder Hersteller von kompletten Mahlzeiten von der Möglichkeit des Schockgefrieren. Das ist bei Großküchen ein immenser Vorteil, denn so können komplette Mahlzeiten auf einmal ausgegeben werden. Krankenhäuser und firmeneigene Kantinen nutzen diese praktische Innovation, um viele Gerichte punktgenau der Zielgruppe zu servieren.

Schockfroster Hersteller

  • Irinox

Der italienische Hersteller Irinox produziert seit 1989 mit großem Erfolg Schnellkühler und Schockfroster. Die ausgezeichnete Qualität der Kältegeräte wurde bereits mehrfach mit Auszeichnungen honoriert.

  • Nordcap

Bei Nordcap dreht sich die Welt um das Spülen, Kochen und Kühlen. Das Angebot an Schockfrostern richtet sich an kleinere, mittlere und große Produktmengen.

  • Cool Compact

Cool Compact ist laut eigenen Angaben der größte Hersteller gewerblicher Kühlgeräte in Deutschland. Mit präziser Technik und hochprofessionellen Schockfrostern zählt Cool Comapct zu den absoluten Spitzenmarken.

  • Bartscher

bartscher schockfrosterDas Unternehmen Bartscher ist ein Spezialist in den Bereichen Gartechnik, Kühltechnik, Spültechnik und bei Kleingeräten. Das Unternehmen aus Salzkotten erhielt im Jahre 2016 bereits zum 5. Mal in Folge den renommierten „Best of Market“ Preis. Über 1.800 Teilnehmer aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschafts- und Schulverpflegung gaben ihre Stimme ab und wählten Bartscher aus über 800 Unternehmen aus.

  • Gastronoble

Gastronoble ist ein niederländisches Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von gastronomischen Artikeln spezialisierte. Über 5.000 Produkte können von Gastronoble innerhalb von 24 Stunden den Weg zu ihrem Empfänger im Großhandelsbereich antreten.

  • Hugentobler

Das Familienunternehmen Hugentobler beeindruckt durch ein Gesamtkonzept, welches die Bausteine Entwicklung, Herstellung, Ausbildung, Vertrieb und Service in den Bereichen Großküchenapparaten und Kochsystemen unter einen Hut bekommt. Die Produktion der Geräte erfolgt in der Schweiz und Hugentobler ist als Spitzenmarke nicht nur mit den Schockfrostern eine feste Größe am Markt.

  • Coldline

Das italienische Unternehmen Coldline beeindruckt mit einem vielfältigen Angebot an Schockfrostern und Schnellkühlern. Innovation und eine herausragende Technik sind dafür verantwortlich, dass Coldline einen ausgezeichneten Namen in der Branche genießt.

  • Alpeninox

Der italienische Produzent Alpeninox vertreibt seine Kältegeräte über Nordcap. Besonderen Stellenwert legt Alpeninox auf eine energiesparende Technik. So gelingt es fast bei jeder Neuvorstellung, die das Unternehmen präsentiert, den Energiewert weiter zu senken.

  • Lainox

Auch hier ist Italien das Land der Gastronomieausstattung. Lainox ist ein italienisches Unternehmen, dass sich voll und ganz den Bedürfnissen der Gastronomen, Hoteliers, Gemeinschaftsverpfleger, Supermarktketten, Metzger, Bäcker, Caterer und auch kleineren Bistros verschrieben hat.

  • Asskühl

Die Marke Asskühl ist fest mit effizienter Kühltechnik verbandelt. Die eigene Entwicklung sowie die Vermarktung liegen im Focus des Unternehmens mit Sitz in Essen. Vertrieben werden die Schockfroster über den qualifizierten Fachhandel.

  • Electrolux

Die bekannte Marke Electrolux bietet seine hocheffizienten Kühl- und Tiefkühlgeräte neben weiteren Produkten gewerblich orientierten Branchen wie Gastronomie-Betrieben, Hotels oder der Lebensmittel-Industrie an.

  • Gram

Die Kühl- und Gefriergeräte von Gram stehen für höchste Ansprüche. Innerhalb der Gastronomie, Hotellerie, Verpflegungsstellen wie etwa Großküchen und innerhalb der Lebensmittelindustrie überzeugt das Unternehmen Gram mit ausgefeilter und effizienter Technik.

  • Weitere Hersteller

Natürlich gibt es im Bereich der Kühltechnik noch weitere zahlreiche Hersteller, die durch ausgefeilte Technik auf höchstem Niveau überzeugen. Dazu zählen etwa KBS, Lillnord, AHT Foster und noch viele mehr.

Schockfroster kaufen

Eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf ist die Kapazität und der Verwendungszweck des Schockfrosters. Geht es darum, heiße Speisen fachgerecht einzufrieren, dann muss der Schockfroster eine Schnellkühl-Funktion beinhalten. Je nach Modell können so etwa + 90 Grad heiße Speisen auf + 3 Grad abgekühlt werden, bevor sie schockgefroren werden. Die ungefähre Warenmenge in Kilo entscheidet mit darüber, welcher Schockfroster geeignet ist. Je nach Modell können bis zu 200 Kilo und mehr an Waren verarbeitet werden. Kleinere Schockfroster verarbeiten bis zu 10 Kilo Ware. Die Größe eines Schockfrosters ist sicher das wichtigste Argument beim Kauf, doch bei der Kalkulation der zu verarbeitenden Ware sollten Betriebsspitzen mit eingeplant werden.

Gute Schockfroster sind mit einem Kerntemperaturfühler mit mehreren Messpunkten ausgestattet, so wird die richtige Temperatur gewährleistet. Eine digitale Anzeige weist die Vorgänge im Inneren des Kühlgerätes aus und die meisten Geräte lassen sich vorprogrammierten. Das vereinfacht die Arbeitsabläufe, was letztendlich zu einer Einsparung von Zeit  führt. Gerade im Lebensmittelhandwerk ist Zeit der größte Kostenfaktor – ergo sind Schockfroster eine unverzichtbare Komponente.

Je nach Verwendungszweck wird die Ausführung gewählt. Wer Eis verarbeiten möchte, benötigt entweder ein Zusatzprogramm im Schockfroster oder ein speziell auf Eis ausgerichtetes Gerät – das hängt von der Eismenge ab. Gaststätten und Hotels sind mit einem Kombinationsgerät bestens versorgt, denn damit lassen sich sowohl heiße Speisen abkühlen, Lebensmittel schockfrosten und Eis kann ebenfalls produziert oder gelagert werden.

Das Tauwasser sollte leicht entnehmbar sein, sofern es nicht automatisch abgeführt wird und den Hygieneanforderungen muss entsprochen werden können. Letztendlich gleicht ein Schockfroster allen hocheffizienten Geräten: er sollte so benutzerfreundlich wie möglich sein, über eine gute Isolierung verfügen und per Display leicht kontrollierbar sein.

Welche Ausführung sollte der Schockfroster haben?

Das kommt auf die Art der Nutzung an. Es gibt Schockfroster, die als Multifunktionsgerät sowohl als Schnellabkühler, Auftauschrank, Gärunterbrecher, Niedertemperaturgarer und natürlich als Schockfroster einsetzbar sind. Diese vielfältigen Eignungsmöglichkeiten zeigen sich im Back- und Konditorhandwerk als besonders vorteilhaft. In der Speisezubereitung – etwa im Catering oder in Großküchen – wird ein Schockfroster mit einer Schnellkühlfunktion eingesetzt. Die frisch gekochten Speisen werden heiß in den Schockfroster gegeben, kühlen zuerst auf +3 Grad ab und werden im nächsten Schritt vollautomatisch tiefgefroren. Spezielle Schockfroster für Eis wiederum sind meist mit einem Schnellabkühlungszyklus ausgestattet, so dass das empfindliche Lebensmittelgut auch bei hohen Außentemperaturen schnell bis zum Kern durchgekühlt wird.

  • Mit oder ohne Aggregat?

Schockfroster, die mit einem externen Aggregat arbeiten, haben zwei mehr oder weniger elementare Vorteile: Einerseits sind die Geräte an sich günstiger, was sich jedoch durch den Zukauf eines leistungsstarken Aggregats wieder ausgleicht, doch die Lärmbelastung für die Mitarbeiter vermindert sich durch das externe Aggregat drastisch. Dieses kann in einem anderen Raum untergebracht werden.

Allerdings birgt die externe Methode den Nachteil, dass ein Ausfall des Aggregats nicht sofort bemerkt wird, sofern der Schockfroster kein akustisches Signal bei einer Störung ausgibt.

  • Welche Kühlleistung sollte der Schockfroster haben?

Die Kühlleistung ist eine Angabe, wie viel Wärmeenergie je Zeiteinheit dem Lebensmittel entzogen werden kann. Sie ist vergleichbar mit der elektrischen Leistung. Je höher die Kühlleistung eines Schockfrosters ist, umso schneller kann er pro Fläche den Speisen die Wärme entziehen. Um es an einem Vergleich zu verdeutlichen: Selbst wenn ein „normaler“ Tiefkühler über eine Extra-Schockfrost-Funktion verfügt, erzeugt ein Schockfroster immer noch die vierfache Kühlleistung, bezogen auf das Raumvolumen.

  • Welcher Schockfroster ist für mich geeignet?

Schockfroster, die mit Tablets bestückt werden, sind in zwei Ausführungen erhältlich: Mit einem Quer- oder Längseinschub. Im Regelfall sind die Auflageschienen im Inneren kompatibel zu Euro-Norm-Blechen, die 600 x 400 mm in der Fläche aufweisen. Auch Gastro-Norm-Behälter mit einer maximalen Höhe von 20 bis 60 mm sind erhältlich. Welcher Schockfroster mit welcher Ausführung geeignet ist, hängt von seinem Einsatzzweck ab. Ein Bäcker, der Teiglingen schockfrostet, kann mit dicht übereinander sitzenden Einschüben gut arbeiten. Ein Konditor, der seine vorbereiteten Kuchen oder hohe Biskuitböden tiefkühlen möchte, benötigt wiederum mehr Fläche im Gesamten, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Im privaten Raum ist ein kleiner Schockfroster mit Einschüben sicher die praktikabelste Lösung.

Ein weiterer Aspekt ist natürlich das vorhandene Budget. Der Kauf eines Schockfrosters verlangt vorab vernünftige Überlegungen. Es handelt sich um eine Anschaffung, die sich letzten Endes schnell rechnen soll – doch die Investition ist nicht günstig.

Auf welche Punkte sollte man beim Kauf achten?

Wie bereits angesprochen, hängt der Kauf vom Einsatzzweck ab. Die Checkliste im Folgenden soll helfen, die wichtigsten Punkte beim Kauf eines Schockfrosters zu beachten.

  • Wie viel Kilo Ware wird zu Spitzenzeiten verarbeitet? Anhand dieser Kalkulation wird das Fassungsvermögen des Schockfrosters berechnet.
  • Welche Maße soll der Schockfroster haben? Das hängt vom vorhandenen Platzangebot ab.
  • Auswahl eines Gerätes mit Aggregat oder mit einem externen Aggregat.
  • Bei Schockfrostern mit Einschüben: Quer- oder Längseinschübe auswählen.

Gebraucht oder neu kaufen?

Schockfroster sind auf diversen Plattformen gebraucht erhältlich, was sich deutlich im Preis niederschlägt. Doch bevor ein Gerät gebraucht erworben wird, sollten einige Fragen vorab bedacht werden. Nur in den seltensten Fällen kann ein Fachmann zur Besichtigung eines gebrauchten Gerätes mitgehen. Somit erhöht sich das Risiko, einen defekten oder zumindest eingeschränkt arbeitenden Schockfroster unwissentlich zu erwerben. Die Garantieleistung besteht bei einem gebrauchten Gerät entweder nicht mehr lange oder sie ist bereits abgelaufen. Im Falle eines Defektes kann es schnell sehr teuer werden. Nicht nur, dass schnell ein Ersatzgerät beschafft werden muss, unter Umständen ist die gelagerte Ware nicht mehr verwendbar.

Sinnvoll ist die Investition in ein neues Gerät. Der Hersteller gibt eine Gewährleistung, dass das Kühlgerät ohne technische Mängel arbeitet und hilft bei Problemen normalerweise unkompliziert und schnell. Zudem ist ein neuer Schockfroster hygienisch einwandfrei und muss nicht mit großem Aufwand desinfiziert werden.

Fazit

Mit einem Schockfroster kann im Bereich des Lebensmittelhandwerks und derer Industrie hocheffizient und kostensparend gewirtschaftet werden. Selbst für Großfamilien oder für Privathaushalte mit einem großen Garten kann sich die Anschaffung durchaus lohnen.

Insbesondere im gastronomischen Bereich leistet ein Schockfroster beziehungsweise Schnellkühler ausgezeichnete und mittlerweile unverzichtbare Dienste. Gerichte und Lebensmittel können vorbereitet werden, um bei Bedarf die Kundschaft schnell zu bedienen. Durch den schnellen Tiefkühlprozess entstehen keine Eiskristalle, die dem Lebensmittel zusetzen würden – diese Eiskristalle sind sicher jedem von dem heimischen Tiefkühler her bekannt. Die Speisen können vorgekocht  und in heißem Zustand abgekühlt werden, bevor sie ihren endgültigen Lagerplatz erhalten. Unterschieden werden reine Schockfroster, die sich auf das reine Tiefkühlen spezialisiert haben oder Multifunktionsgeräte, die sowohl schnell-kühlen als auch tiefgefrieren. Der hauptsächliche Vorteil liegt bei beiden Modellen in der Abkühlung, die je nach Modell mit Luft oder einem Kältemittel erreicht wird. Dabei wird das Lebensmittel mit rund -40 Grad kalter Luft umströmt, bis es selbst auf -18 Grad abgekühlt ist – bis in den Kern. Danach wird es entweder fachgerecht entnommen und gelagert oder es verbleibt im Kühlgerät, welches nun seine Lufttemperatur herunterfährt. Das ist modellabhängig und kommt darauf an, in welcher Branche der Schockfroster eingesetzt wird.

Die Hygienevorschriften lassen sich mit einem Schockfroster absolut einhalten. Speisen, die schockgefroren wurden, sehen nach dem Auftauen optisch immer noch genauso frisch und appetitlich aus wie zum Zeitpunkt ihrer Zubereitung. Auch das liegt an dem schnellen Tiefkühl-Vorgang, da sich keine Eiskristalle bildeten, die die Zellstruktur des Gefriergutes zerstören.

Der Kauf eines Schockfrosters in der richtigen Größe sollte wohlüberlegt sein, denn er nimmt deutlich Kapazitäten ab, die anderswo gesteigert werden können. Zeigt sich dann nach kurzer Zeit, dass der Schockfroster zu klein ist, wäre das mehr als ärgerlich. Deswegen sollte die Kalkulation nach dem Fassungsvermögen eines Schockfrosters auf den höchsten Belastungsspitzen des Betriebes basieren. Letztendlich gibt es innerhalb der Branche, die mit Lebensmitteln in Verbindung mit dem Kundengeschäft zu tun hat, kaum noch eine Alternative. Allerdings sollte solch ein hochwertiges Gerät eher neu denn gebraucht erworben werden. Immerhin stellt ein Schockfroster eine erhebliche Bereicherung im unternehmerischen Alltag dar und die Investitionskosten sollten sich recht schnell Amortisieren.